
Die rückkehr aus der babypause
Ich weiß noch ganz genau, wie ich mich gefreut habe. Babypause. Einmal herauskommen, durchatmen und eine andere Hauptaufgabe als den Arbeitsalltag. Alles, was ich mir vorgestellt habe, war auch so. Unser kleines Baby C ist bezaubernd und lässt mich jeden Tag darüber glücklich sein, mit ihr Zeit verbringen zu dürfen. Ein großes ABER gibt es trotzdem. Ich habe mich nicht mehr gesehen gefühlt. Ich, Katharina. Es gab nur noch mich als Mama. In einer Rolle. Die ich nicht abschütteln kann. Das bedrückt. Mehr als man es sich vorstellen kann.
Recht schnell bin ich auf meinen Chef, Marc Springer, zugegangen. Im Vorfeld hatten wir schon über die Option gesprochen, bereits in der Elternzeit in den Job zurückzukehren. Geringfügig. Anfang Februar war es dann so weit und ich durfte meine ersten Themen wieder angehen. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Es folgte eine umfangreiche Wahlberichterstattung, viele Sendungen für Vorarlberg Live und der ein oder andere Artikel.
Jetzt, im November, wird Baby C schon ein Jahr alt. Und damit kehre ich in den Beruf zurück. Mit 50 %. Ich freue mich, endlich noch mehr arbeiten zu können. Mehr Themen auf den Grund zu gehen. Mehr Geschichten zu erzählen. Aber, und das konnte ich mir vor ein paar Monaten noch kaum vorstellen, ich habe auch Angst. Angst davor, meinem Job nicht gerecht zu werden. Angst davor, meinem Kind nicht gerecht zu werden. Angst davor, mir selbst nicht gerecht zu werden. Vielleicht ist das alles ein Tanz auf dem Drahtseil. Das Drahtseil, das meine Nerven, meine Kraft, meine Beziehung, mein Wohlbefinden sein kann. Noch fühle ich mich als wäre ich selbst ein Kind, das wagemutig die ersten Schritte auf der wackeligen Brücke eines Spielplatzes geht.
Mein Arbeits- und mein privates Umfeld sind sehr wertschätzend und empowernd. Daraus ziehe ich neue Energie. Und freue mich jetzt schon darauf, Tänzer zu werden. Tänzer auf meinem eigenen Drahtseil.
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